Verschleiß in einer Rutsche oder einem Trichter ist selten gleichmäßig. Das Fördergut kann am Einlauf oder Prallblech auftreffen, an einer stabilen Wand beschleunigen, an Übergängen die Richtung ändern und nahe dem Auslauf Fugen oder Kanten angreifen. Dadurch entstehen unterschiedliche Kombinationen aus Gleitverschleiß, direktem Aufprall, Feinstpartikelerosion und gelegentlicher Korrosion. Eine einheitliche Auslegung der gesamten Hülle kann den Schaden lediglich verlagern.
Keramikauskleidung für Rutschen und Trichter
Gleitverschleiß, Erstaufprall, Turbulenzen und offene Kanten erfassen, bevor Geometrie, elastische Zonen und Befestigung gewählt werden.
Verschleißaufgabe
Zusammenwirken von Materialstrom, Geometrie und Betriebsbedingungen vor der Auswahl verstehen.
Eine Keramikauskleidung ist ein Gesamtsystem und nicht nur eine Keramikqualität. Aluminiumoxidgehalt, Dicke, Plattenformat, Fugenrichtung, Unterlage, Klebung oder mechanische Sicherung, Kantenschutz und Prüfmöglichkeit sind gemeinsam zu betrachten. Die Ausführung hängt von Korngröße und Härte, maximaler Stückmasse, Fallhöhe, Flugbahn, Feuchte, Temperatur, Schwingung und Steifigkeit der Stahlhülle ab.
Anlage und auslegungsrelevante Fragen dokumentieren
Fotos und eine bemaßte Zeichnung sollten die Betriebsdaten möglichst begleiten.
Betroffene Anlagen
Bauteile prüfen, an denen sich Materialbahn, lokale Geometrie und Wartungszugang ändern.
- Übergabe- und Aufgaberutschen
- Trichter, Bunker und Pufferbehälter
- Mühlenentladungskästen und Rinnen
- Austräge von Brechern und Sieben
- Verteiler, Materialpolster und Prallbleche
- Beladestutzen und Auslaufübergänge
Zu beantwortende Fragen
Diese Daten helfen, Abrieb, Aufprall, Erosion, Bewegung und Umgebung zu trennen.
- 01Wo trifft das Material zuerst auf und wo beginnt der Gleitweg?
- 02Wie groß sind maximale Stückgröße, Härte und normaler Durchsatz?
- 03Wie verlaufen Fallhöhe, Aufprallwinkel und Materialbahn?
- 04Verformt oder bewegt sich die Hülle während des Betriebs?
- 05Welche Kanten, Nähte und Übergänge der bisherigen Auskleidung sind ausgefallen?
- 06Welche Zugänglichkeit und Stillstandszeit stehen für Montage und Prüfung zur Verfügung?
Keramik, Geometrie und Befestigung als einen Aufbau auslegen
Jeder Grundsatz ist anhand der gewählten Werkstoffgüte, der Anforderungen des Anlagenverantwortlichen und der Montagebedingungen zu prüfen.
- 01
Materialbahn erfassen
Fotos, Verschleißbilder und Maße nutzen, um Erstaufprall, Gleitwege, Turbulenz, Stauzonen und Auslaufbeschleunigung zu unterscheiden.
- 02
Nach Mechanismus zonieren
Starre Aluminiumoxidplatten passen zu gestützten Gleitverschleißzonen; bei wiederholtem Aufprall sind elastische Verbunde oder ausgewählte ZTA-Elemente zu prüfen.
- 03
Fugen und Kanten schützen
Fugen aus dem Hauptstrom drehen, kleine ungestützte Zuschnitte vermeiden und Übergänge ohne freiliegenden Stahl oder Klebstoff ausführen.
- 04
Montage und Reparatur mitplanen
Platten oder Zonen nummerieren, Handhabung und Zugang bestätigen, Untergrundvorbereitung festlegen und Zeichnung sowie Ausgangszustand dokumentieren.
Produktkandidaten für diese Anwendung
Diese Reihen sind Einstiegspunkte und keine automatische Spezifikation. Die Auswahl beruht auf der Diagnose sowie auf genauen Produktdaten.
01IC TILE
Aluminiumoxid-Keramikplatten und -auskleidungen
Technische Produktseite öffnen
03IC FLEX
Gummi-Keramik-Verbundplatten
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05IC IMPACT
Schlagfeste ZTA-Keramikverbundwerkstoffe
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04IC BOND
Klebstoffe und Befestigungssysteme für keramische Verschleißauskleidungen
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06IC CUSTOM
Maßgefertigte Keramikverschleißteile
Technische Produktseite öffnenBedingungen, die den vorgesehenen Aufbau ändern oder ausschließen können
Diese Punkte sind vor Angebot, Zeichnungsfreigabe oder Montageplanung zu klären.
- 01
Eine starre Platte ist für konzentrierten Schweraufprall nicht ohne Aufprallprüfung vorauszusetzen.
- 02
Bewegung, mangelnde Unterstützung oder Verformung der Stahlhülle können Fugen und Befestigung überlasten.
- 03
Temperatur, Feuchte, Chemie und Reinigung müssen innerhalb der bestätigten Grenzen des gesamten Kleb- oder Haltesystems liegen.
- 04
Lebensmittel, regulierte Schüttgüter oder besondere Brandschutzanforderungen erfordern anwendungsspezifische Konformitätsnachweise.
Branchen, in denen diese Anlage häufig vorkommt
Leitfäden zur Unterstützung der Prüfung
Abrieb, Aufprall oder Erosion: zuerst den Verschleißmechanismus bestimmen
Eine Feldmethode zur Unterscheidung von Gleitverschleiß, Aufprall und Partikelerosion vor der Wahl einer Keramikauskleidung.
Leitfaden lesenCheckliste zur Verschleißanalyse an Schüttgutanlagen
Anlagen-, Prozess-, Verschleißbild-, Verlaufs- und Montagedaten für eine belastbare Anwendungsprüfung und ein Angebot.
Leitfaden lesenKeramische Verschleißauskleidung richtig auswählen
Ein praxisnaher Entscheidungsweg für Aluminiumoxidplatten, Gummi-Keramik, ZTA und keramisch ausgekleidete Rohre.
Leitfaden lesenFragen vor der Spezifikation
Welche Keramikauskleidung eignet sich für eine Rutsche?
Welche Daten werden für die Prüfung benötigt?
Kann eine Auskleidung Aufprall- und Gleitzonen abdecken?
Ersetzt Keramik die tragende Stahlhülle?
Angrenzende Anwendungswege
Verschleißauskleidung für Übergabestellen mit Aufprall
Direkten Aufprall, Rückprall, Gleitverschleiß und Schwingung trennen, damit starre, elastische und ZTA-Zonen gezielt eingesetzt werden.
Lösung öffnenMontage und Befestigung keramischer Verschleißauskleidungen
Untergrundvorbereitung, Klebstoff, mechanische Sicherung, Fugen, Aushärtung und Prüfung als kontrolliertes Gesamtsystem behandeln.
Lösung öffnenKeramikauskleidung für Zyklone und Hydrozyklone
Einlauf, Zylinder, Konus, Tauchrohr und Apex schützen, ohne die für Trennung und Strömung maßgebende Innengeometrie zu verlieren.
Lösung öffnenBetriebsdaten für eine technisch passende Antwort senden
Fügen Sie Fördergut, Betriebsfenster, Fotos, Verschleißhistorie und eine bemaßte Zeichnung bei. Sie prüfen und senden die E-Mail selbst.
