Induscoat
03Verschleißfeste Keramik

IC FLEXGummi-Keramik-Verbundplatten

Gummi-Keramik-Verschleißplatten verbinden harte Keramikelemente mit einer Elastomerschicht und bei Bedarf einer Stahlträgerplatte. Der Verbund ist für Übergabestellen mit Gleitverschleiß sowie Vibrationen oder mäßigem Aufprall vorgesehen und kann nach Prüfung der Geometrie für Schraub- oder Schweißmontage ausgelegt werden.

  • Übergaberutschen und Prallplatten
  • Trichter- und Behälterauskleidungen
  • Auskleidungen für LKW-Kästen und Ladeschaufeln
  • Siebaufgabekästen
Gummi-Keramik-Verschleißplatte mit eingebetteten Keramikelementen
Illustrative Darstellung der Produktreihe; Geometrie und Ausführung werden anwendungsspezifisch festgelegt.
Technischer Überblick

Warum Gummi-Keramik-Verbundwerkstoffe starre Platten in Aufprallzonen übertreffen

Verschleißmechanismus, Ausführung und Einsatzgrenzen verstehen, bevor ein Auskleidungssystem gewählt wird.

01

Starres Aluminiumoxid und elastischer Gummi lösen unterschiedliche Anteile eines kombinierten Verschleißproblems. Keramikelemente widerstehen dem Gleiten von Erz, Klinker oder Zuschlagstoff, während das Elastomer eine begrenzte Verformung zulässt und kurzzeitige Lasten verteilt. Es handelt sich dennoch nicht um eine universelle Prallauskleidung: Fallhöhe, Stückmasse, Auftreffwinkel und Steifigkeit der Rückseite sind zu prüfen.

02

Die Plattenaufteilung sollte der Materialflugbahn folgen und freiliegende Fugen oder Befestiger im Hauptverschleißweg vermeiden. Eine zweckmäßige Auslegungsprüfung umfasst Rutschenradius, Montageraum, Zustand der Rückseite, Austauschzugang, Betriebstemperatur sowie Kontakt mit Ölen oder Chemikalien, die das Elastomer beeinflussen können. Schneiden, Bohren oder Schweißen vor Ort ist vor der Montage für die gewählte Plattenkonstruktion freizugeben.

Auswahl

Ausführung aus den Betriebsbedingungen ableiten

Eine belastbare Auswahl beginnt mit Verschleißmechanismus, Geometrie und Montagebedingungen — nicht mit einer pauschalen Produktbezeichnung.

01

Verschleißmechanismus und Fördergut

Gleitverschleiß, wiederholten Aufprall und Schwingung getrennt bewerten. Keramikgröße, Elastomerunterlage und Aufbau der Verbundplatte an Korngröße, Fallenergie, Häufigkeit und erforderliche Nachgiebigkeit anpassen.

02

Geometrie und Betriebsbedingungen

Krümmung, Plattengröße, Stöße, Kanten und Übergänge zu angrenzenden Auskleidungen prüfen. Der Verbund muss spannungsarm anliegen und die Keramikabdeckung im aktiven Verschleißweg erhalten.

03

Befestigung, Zugang und Instandhaltung

Kleben, Schrauben oder Bolzen nach Lage, Schwingung, Temperatur und Zugang wählen. Befestigungsabstand, Untergrundsteifigkeit und Abdichtung der Durchdringungen beeinflussen die Zuverlässigkeit.

Wofür die Produktreihe ausgelegt ist

  • Verbindet Keramikhärte mit der Stoßdämpfung des Gummis
  • Geschraubte oder geschweißte Montage
  • Passt sich gebogenen Rutschen und Trichtern an
  • Reduziert Lärm und Vibrationen

Vor der Spezifikation prüfen

  • Prüfen, ob die Aufprallintensität zum Verbundaufbau passt; sehr hohe lokale Energie kann eine andere Opfer- oder Tragkonstruktion erfordern.
  • Elastomer, Klebschicht und Befestiger gegen Temperatur, Chemikalien, Öle, Feuchte, Brandschutz und Reinigung prüfen.
  • Platten- und Befestigungsplan so freigeben, dass Stöße und offene Kanten weder im Hauptstrom noch am direkten Aufprallpunkt liegen.
Anwendungen

Anwendungen und verfügbare Ausführungen

Übergaberutschen und Prallplatten

Trichter- und Behälterauskleidungen

Auskleidungen für LKW-Kästen und Ladeschaufeln

Siebaufgabekästen

Technische Daten

Technische Daten und Grenzen der Produktreihe

Werte auf Reihenebene sind Richtwerte. Exakte Werkstoffgüte, Prüfverfahren, gewählte Ausführung und aktuelles technisches Datenblatt vor Spezifikation oder Bestellung bestätigen.
Technische Daten dieser Produktreihe
KeramikelementPlatten- oder Zylinderqualität — im Projektdatenblatt bestätigen
GummischichtMischung und Dicke projektspezifisch ausgelegt
RückseiteStahlplatte (optional)
BefestigungGeschraubt oder geschweißt
Umsetzung

Von der Anlagenaufnahme bis zur Qualitätskontrolle

Werkstoff, Geometrie, Befestigung und Prüfung sind als ein technisches System zu behandeln.

  1. 01

    Diagnostizieren und vermessen

    Aufprallbild, Schwingung, Krümmung, Zugang und Schäden erfassen. Untergrund vermessen und Verstärkungen, Nähte, Hindernisse sowie demontierbare Bereiche festlegen.

  2. 02

    Auslegen und freigeben

    Keramikmuster, Elastomerdicke, Plattengrenzen, Befestigung und Kantenschutz in einem nummerierten Verlegeplan festlegen. Handhabungsgewicht, Toleranzen und Austauschfolge prüfen.

  3. 03

    Montieren und prüfen

    Stahl vorbereiten, Verbundplatten in der freigegebenen Reihenfolge montieren und vollflächige Auflage, Befestigungssicherheit, Stoßbehandlung und Kantenabdichtung prüfen. Plattennummern für den gezielten Austausch dokumentieren.

FAQ

Fragen vor der Auswahl dieser Produktreihe

Wann sollte IC FLEX eingesetzt werden?
IC FLEX eignet sich, wenn Abrieb mit Schwingung oder mäßigem wiederholtem Aufprall zusammentrifft und eine starre monolithische Auskleidung örtliche Bewegungen nur unzureichend aufnehmen würde. Der Keramik-Elastomer-Aufbau ist dennoch auf die tatsächliche Aufprallenergie und die Umgebungsbedingungen abzustimmen.
Welche Angaben werden für die Auslegung von IC FLEX benötigt?
Fördergut, Korngröße, Fallhöhe, Winkel und Häufigkeit, Temperatur, Chemie, Schwingung, Geometrie, Lage, Fotos, Maße und Wartungszugang angeben.
Was ist vor der Bestellung von IC FLEX zu bestätigen?
Keramikqualität und -form, Elastomerformulierung, Dicke und Größe der Verbundplatten, Befestigungsart und -elemente, Kantenschutz, Montageverfahren sowie Umwelt- oder Brandverhaltensanforderungen bestätigen.

Ergänzende Produkte

Produkte werden getrennt von Branchen dargestellt und nur bei einer ergänzenden technischen Funktion gezeigt.

Anwendung prüfen lassen

Anwendung prüfen lassen für IC FLEX

Senden Sie die folgenden Angaben, damit Induscoat den Verschleißmechanismus prüfen und technisch relevant antworten kann.

  • Fördergut und Korngrößenbereich
  • Betriebsbedingungen und beobachtetes Schadensbild
  • Fotos und bemaßte Zeichnung