Induscoat
05Verschleißfeste Keramik

IC IMPACTSchlagfeste ZTA-Keramikverbundwerkstoffe

Verschleißblöcke und Formteile aus zirkoniumoxidverstärktem Aluminiumoxid (ZTA) für Bereiche mit Gleitverschleiß und wiederholtem Aufprall. ZTA wird erwogen, wenn eine höhere Bruchzähigkeit als bei herkömmlichem Aluminiumoxid erforderlich ist; Aufprallenergie, Abstützung und Befestigung sind dabei zu prüfen.

  • Aufprallzonen in Rutschen und Prallplatten
  • Brecherauskleidungen und Hammerköpfe
  • Trichterböden und Entladetaschen
ZTA-Verschleißblöcke für Bereiche mit Aufprall und Abrieb
Illustrative Darstellung der Produktreihe; Geometrie und Ausführung werden anwendungsspezifisch festgelegt.
Technischer Überblick

Zirkoniumoxidverstärktes Aluminiumoxid: wenn Standardkeramik nicht ausreicht

Verschleißmechanismus, Ausführung und Einsatzgrenzen verstehen, bevor ein Auskleidungssystem gewählt wird.

01

Herkömmliches Aluminiumoxid ist sehr hart, aber vergleichsweise spröde. ZTA modifiziert die Aluminiumoxidmatrix mit Zirkoniumoxid, erschwert die Rissausbreitung und verbessert so die Bruchzähigkeit bei weiterhin harter Keramikoberfläche. Das Ausmaß hängt von Zusammensetzung, Gefüge und Prüfverfahren ab; ein pauschaler Faktor ersetzt weder das Datenblatt der gewählten Qualität noch einen repräsentativen Schlagversuch.

02

ZTA sollte gezielt dort eingesetzt werden, wo die Verschleißaufnahme wiederholten Aufprall über Gleitverschleiß zeigt: erster Kontaktpunkt einer Übergaberutsche, Prallplatte, Brecherauslauf oder Zyklonbauteil. Benachbarte Bereiche mit geringerem Aufprall können mit herkömmlichem Aluminiumoxid, Gummi-Keramik-Verbund oder Stahl zweckmäßiger geschützt sein. Vor der Detailauslegung sind Fallhöhe, maximale Stückmasse, Flugbahn, Aufprallhäufigkeit, Temperatur, Rückseitensteifigkeit und Folgen einer Ablösung zu dokumentieren.

Auswahl

Ausführung aus den Betriebsbedingungen ableiten

Eine belastbare Auswahl beginnt mit Verschleißmechanismus, Geometrie und Montagebedingungen — nicht mit einer pauschalen Produktbezeichnung.

01

Verschleißmechanismus und Fördergut

Maximale Stückgröße und -masse, Fallhöhe, Flugbahn, Winkel und Häufigkeit quantifizieren und Erstkontakt von Gleitverschleiß trennen. ZTA gezielt bei dokumentiertem Mischmechanismus einsetzen.

02

Geometrie und Betriebsbedingungen

Untergrundsteifigkeit, Bettung, Blockmaße, Spalte und offene Kanten prüfen. Auch zähe Keramik benötigt eine durchgängige Abstützung und eine Geometrie ohne örtliche Biegebeanspruchung oder freiliegende Ecken.

03

Befestigung, Zugang und Instandhaltung

Festlegen, ob Blöcke geklebt, mechanisch gehalten oder in Metall beziehungsweise Elastomer eingebettet werden. Zugang, Lage und Ablösefolgen bestimmen Redundanz und Prüfung.

Wofür die Produktreihe ausgelegt ist

  • Verbesserte Bruchzähigkeit gegenüber herkömmlichem Aluminiumoxid
  • Verbindet eine abriebfeste Oberfläche mit erhöhter Bruchzähigkeit
  • Für ausgewählte Bereiche mit Aufprall und Abrieb geeignet
  • Erhältlich als Blöcke und eingebettete Verschleißblöcke

Vor der Spezifikation prüfen

  • Nicht annehmen, dass ZTA jeden Bereich mit hoher Aufprallbeanspruchung für Keramik geeignet macht; repräsentative Aufprallenergie, Bettung und Bruchfolgen prüfen.
  • Zusammensetzung, Bruchzähigkeitsverfahren und Härte der gelieferten Qualität bestätigen; Familienangaben sind keine Abnahmekriterien.
  • Angrenzende Auskleidungen und Übergänge prüfen, damit das zähere Element den Verschleiß nicht auf offene Kanten, Fugen oder einen schwächeren nachgelagerten Werkstoff verlagert.
Anwendungen

Anwendungen und verfügbare Ausführungen

Aufprallzonen in Rutschen und Prallplatten

Brecherauskleidungen und Hammerköpfe

Trichterböden und Entladetaschen

Technische Daten

Technische Daten und Grenzen der Produktreihe

Werte auf Reihenebene sind Richtwerte. Exakte Werkstoffgüte, Prüfverfahren, gewählte Ausführung und aktuelles technisches Datenblatt vor Spezifikation oder Bestellung bestätigen.
Technische Daten dieser Produktreihe
MaterialZTA (Al₂O₃ + ZrO₂)
ZusammensetzungAluminiumoxid-Zirkoniumoxid-System — gewählte Qualität bestätigen
BruchzähigkeitAbhängig von Qualität und Prüfverfahren — Datenblatt prüfen
HärteAbhängig von Qualität und Prüfverfahren — Datenblatt prüfen
Umsetzung

Von der Anlagenaufnahme bis zur Qualitätskontrolle

Werkstoff, Geometrie, Befestigung und Prüfung sind als ein technisches System zu behandeln.

  1. 01

    Diagnostizieren und vermessen

    Verschleiß- und Aufprallkarte aus Beobachtung, Materialdaten und Schäden erstellen. Untergrund messen und Risse, Verformung, lose Befestiger und Erstkontakt dokumentieren.

  2. 02

    Auslegen und freigeben

    Nur notwendige ZTA-Zonen wählen und Blockform, Auflage, Befestigung, Fugen und Übergänge auslegen. Qualität, Prüfkriterien und Nummernplan freigeben.

  3. 03

    Montieren und prüfen

    Auflage instand setzen, mit durchgängiger Unterstützung und geprüfter Halterung montieren sowie Kanten, Fugen und Nachbarbeläge prüfen. Erstprüfung risikobasiert festlegen.

FAQ

Fragen vor der Auswahl dieser Produktreihe

Wann sollte IC IMPACT eingesetzt werden?
IC IMPACT eignet sich gezielt für Bereiche, in denen wiederholter Aufprall mit Abrieb zusammentrifft und herkömmliches Aluminiumoxid bruchbedingt an Grenzen stößt. Grundlage sind Verschleißkarte sowie Prüfung von Aufprallenergie und Bettung; ein pauschaler Austausch ohne Analyse ist nicht vorgesehen.
Welche Angaben werden für die Auslegung von IC IMPACT benötigt?
Materialdichte, maximale Abmessung und Masse, Fallhöhe, Flugbahn, Häufigkeit, Temperatur, Fotos, Zeichnungen, Untergrund und Schadenshistorie angeben.
Was ist vor der Bestellung von IC IMPACT zu bestätigen?
ZTA-Qualität, Prüfverfahren, Blockmaße, Toleranzen, Befestigung oder Matrix, Auflage, Fugen, Kanten, Prüfkriterien und Schadensfolgen bestätigen.

Ergänzende Produkte

Produkte werden getrennt von Branchen dargestellt und nur bei einer ergänzenden technischen Funktion gezeigt.

Anwendung prüfen lassen

Anwendung prüfen lassen für IC IMPACT

Senden Sie die folgenden Angaben, damit Induscoat den Verschleißmechanismus prüfen und technisch relevant antworten kann.

  • Fördergut und Korngrößenbereich
  • Betriebsbedingungen und beobachtetes Schadensbild
  • Fotos und bemaßte Zeichnung