Induscoat
04Verschleißfeste Keramik

IC BONDKlebstoffe und Befestigungssysteme für keramische Verschleißauskleidungen

Klebe- und mechanische Haltesysteme zur Montage keramischer Verschleißplatten auf vorbereitetem Stahl. Die Auswahl richtet sich nach Untergrundzustand, Betriebstemperatur, chemischer Belastung, Feuchte, Vibration, Plattengeometrie sowie verfügbarer Montage- und Aushärtezeit.

  • Verkleben von Keramikplatten in Rutschen, Trichtern und Rinnen
  • Sicherung von Kessel- und Ofenauskleidungen
  • Ventilator- und Kanalauskleidungen
Zweikomponenten-Klebsystem zur Befestigung keramischer Verschleißplatten auf Stahl
Illustrative Darstellung der Produktreihe; Geometrie und Ausführung werden anwendungsspezifisch festgelegt.
Technischer Überblick

Verbindungstechnik: warum der Klebstoff ebenso wichtig ist wie die Keramik

Verschleißmechanismus, Ausführung und Einsatzgrenzen verstehen, bevor ein Auskleidungssystem gewählt wird.

01

Eine keramische Auskleidung ist ein System: Platte, Klebstoff, Untergrund und Fugenausbildung wirken zusammen. Verbundversagen beginnt häufig durch Verunreinigung, unzureichendes Oberflächenprofil, Kondensation, falsches Mischungsverhältnis, unvollständige Benetzung oder Bewegung an einer ungestützten Kante. Die Montageanweisung sollte daher Reinigung und Vorbereitung, Umgebungsgrenzen, Mischen, Offenzeit, Schichtdicke, Einbettung, Fugenbehandlung und Prüfung vor Wiederinbetriebnahme festlegen.

02

Temperaturbeständigkeit lässt sich nicht allein aus der Bezeichnung „Hochtemperatur“ ableiten. Dauer- und Spitzentemperatur, Temperaturwechsel, Eintauchen, Chemikalien, Feuchte bei der Verarbeitung und geforderte Wiederinbetriebnahmezeit sind mit einem konkret benannten Produktdatenblatt abzugleichen. Bei hohen Folgen einer Ablösung sollte der qualifizierte Klebstoff mit schweißbarer oder mechanischer Sicherung kombiniert und die vereinbarte Qualitätsprüfung an einer repräsentativen Fläche dokumentiert werden.

Auswahl

Ausführung aus den Betriebsbedingungen ableiten

Eine belastbare Auswahl beginnt mit Verschleißmechanismus, Geometrie und Montagebedingungen — nicht mit einer pauschalen Produktbezeichnung.

01

Verschleißmechanismus und Fördergut

Fügepartner und Lastpfad festlegen: Keramik-Stahl, Keramik-Keramik oder Reparatur. Größe, Gewicht, Lage, Schwingung und Aufprall bestimmen die Haltestrategie.

02

Geometrie und Betriebsbedingungen

Untergrundzustand, Ebenheit, Spalte, Klebschichtdicke, Arbeitsbereich und Aushärtungsbedingungen prüfen. Das Verarbeitungsfenster hängt von der gewählten Produktvariante sowie den tatsächlichen Werkstoff- und Umgebungstemperaturen ab.

03

Befestigung, Zugang und Instandhaltung

Klebsystem an Temperatur, Feuchte, Chemie, Reinigung und Stillstand anpassen. Mechanische Redundanz bei Überkopf-, Schwingungs- oder kritischen Bereichen prüfen.

Wofür die Produktreihe ausgelegt ist

  • Hohe Haftfestigkeit auf Stahl und Keramik
  • Hochtemperaturausführungen für den Heißbetrieb
  • Haltekonzept an Vibrationen und Zugänglichkeit angepasst
  • Mit schweißbaren und formschlüssigen Systemen kombinierbar

Vor der Spezifikation prüfen

  • Verträglichkeit mit beiden Fügeteilen und Verunreinigungen bestätigen; Haftung lässt sich nicht allein aus Werkstoff oder Aussehen ableiten.
  • Vorbereitung, Mischverhältnis, Ansatzgröße, Verarbeitungs- und Aushärtezeit sowie Freigabe nach aktueller Anleitung der genauen Qualität bestätigen.
  • Allgemeine Temperatur- oder Festigkeitswerte nicht als Bemessungswerte verwenden; Prüfverfahren, Aushärtung, Sicherheit und Gesamthalterung bestätigen.
Anwendungen

Anwendungen und verfügbare Ausführungen

Verkleben von Keramikplatten in Rutschen, Trichtern und Rinnen

Sicherung von Kessel- und Ofenauskleidungen

Ventilator- und Kanalauskleidungen

Technische Daten

Technische Daten und Grenzen der Produktreihe

Werte auf Reihenebene sind Richtwerte. Exakte Werkstoffgüte, Prüfverfahren, gewählte Ausführung und aktuelles technisches Datenblatt vor Spezifikation oder Bestellung bestätigen.
Technische Daten dieser Produktreihe
EinsatztemperaturAbhängig von Produkt und Belastung — Datenblatt prüfen
VerbundfestigkeitUntergrundvorbereitung und Prüfverfahren sind anzugeben
AushärtungAbhängig von Temperatur und Produkt — Montageanweisung beachten
Umsetzung

Von der Anlagenaufnahme bis zur Qualitätskontrolle

Werkstoff, Geometrie, Befestigung und Prüfung sind als ein technisches System zu behandeln.

  1. 01

    Diagnostizieren und vermessen

    Stahl- und Keramikflächen, Verschmutzung, Korrosion, Altbelag und Zugang prüfen. Temperatur, Feuchte, Stillstand sowie Anzahl und Größe der Teile erfassen.

  2. 02

    Auslegen und freigeben

    Exakte Klebstoffqualität, Vorbereitung, Klebschicht, Menge, Mischung und Aushärtung freigeben. Montage innerhalb der dokumentierten Verarbeitungszeit takten.

  3. 03

    Montieren und prüfen

    Sauberkeit, Komponentenverhältnis, Mischung, Benetzung, Austritt und Lage kontrollieren. Während der Aushärtung schützen und erst nach Freigabekriterien in Betrieb nehmen.

FAQ

Fragen vor der Auswahl dieser Produktreihe

Wann sollte IC BOND eingesetzt werden?
IC BOND ist Teil eines keramischen Befestigungs- oder Reparatursystems und kein Universalkleber. Eignung hängt von Fügeteilen, Lasten, Lage, Umgebung, Vorbereitung und exakter Qualität ab.
Welche Angaben werden für die Auslegung von IC BOND benötigt?
Fügeteile, Keramikart und -größe, Lage, Lasten, Schwingung, Aufprall, Temperatur, Chemie, Feuchte, Fotos, Oberfläche, Vorbereitung und Stillstand angeben.
Was ist vor der Bestellung von IC BOND zu bestätigen?
Produktbezeichnung, Haltbarkeit, Charge, Lagerung, Vorbereitung, Mischverhältnis, Zeiten, Klebschicht, Benetzung, Halterung und Betriebsfreigabe bestätigen.

Ergänzende Produkte

Produkte werden getrennt von Branchen dargestellt und nur bei einer ergänzenden technischen Funktion gezeigt.

Anwendung prüfen lassen

Anwendung prüfen lassen für IC BOND

Senden Sie die folgenden Angaben, damit Induscoat den Verschleißmechanismus prüfen und technisch relevant antworten kann.

  • Fördergut und Korngrößenbereich
  • Betriebsbedingungen und beobachtetes Schadensbild
  • Fotos und bemaßte Zeichnung